Meikirch-Modell

Wissenschaftlich fundiert

Das Meikirch-Modell ist das Resultat einer langjährigen Tätigkeit von Johannes Bircher, emeritierter Professor für Innere Medizin und klinische Pharmakologie, in Zusammenarbeit mit einer Kollegin und mehreren Kollegen. Die Basis legte er in seinem Essay „Die Medizin des 21. Jahrhunderts braucht eine neue Identität und neue Prioritäten in der Forschung”. Dieser wurde 2007 in der „Schweizerischen Ärztezeitung” publiziert. Er stellte darin fest, dass es zwar viele wertvolle Beschreibungen von Gesundheit und Krankheit gebe, jedoch keinen gemeinsamen Konsens. Weil der gemeinsame Konsens jedoch entscheidend ist, hat er eine neue Definition der Gesundheit erarbeitet: Das Meikirch-Modell. Diese Definition könnte zur zukünftigen Gestaltung des Gesundheitswesens wesentlich beitragen.

Jeder Mensch hat ein Potential, seine Gesundheit zu beeinflussen

Ausgangspunkt des Meikirch-Modells ist das Individuum. Wichtig für die Gesundheit sind laut Meikirch-Modell nicht nur die körperlichen Anlagen, die dem Menschen bei der Geburt geschenkt werden, sondern auch, was er aus diesen Anlagen macht. Das Erste heisst im Meikirch-Modell „biologisch-gegebenes Potential”, das Zweite wird „persönlich erworbenes Potential” genannt. Es sind Potentiale, weil jeder Mensch sie auch in der Zukunft braucht.

Gesellschaft und Umwelt miteinbeziehen

In vielen Diskussionen mit Fachpersonen wurde klar, dass es nicht genügt, nur das Individuum und seine Potentiale zu berücksichtigen. Darauf wurde das Meikirch-Modell in den Jahren 2013 und 2014 um sozialmedizinische (gesellschaftliche) und umweltbedingte Aspekte erweitert. Diese Erweiterung führte erneut zu vielen interessanten Diskussionen. Das Meikirch-Modell wurde in der Folge verfeinert und als komplexes adaptives System beschrieben.

2015 und 2016 führte eine Arbeit zum Meikirch-Modell zur Hypothese, dass seine durchgehende Anwendung die Gesundheit der Menschen verbessern und die Kosten des Gesundheitswesens senken müsste. Das wünscht sich jeder Gesundheitspolitiker.

Im September 2016 präsentierte Johannes Bircher das Meikirch-Modell an der 3. Jahreskonferenz der European Society for Person Centered Healthcare ESPCH. Im Anschluss daran erhielt er für seine Arbeit die Medaille des Vizepräsidenten.

 

Die wichtigsten Publikationen:

vorwiegend Englisch, teils Deutsch

Das Meikirch-Modell als Beitrag zu einem personzentrierten Gesundheitswesen

Bircher J. und Hahn E. G.
The Meikirch Model as a Conceptual Framework for Person Centered Healthcare
European Journal for Person Centered Healthcare 2017 Vol 5 Issue 2.   pdf

Bringt das Meikirch-Modell eine Paradigmen-Wechsel?

Bircher J. und Hahn E. G.
Will the Meikirch Model, a New Framework for Health, Induce a Paradigm Shift in Healthcare?
Cureus 9(3): e1081. DOI 10.7759/cureus.1081     pdf

Studie zur Umsetzung in Indien, mit Kommentar

Samal S, Mohanti D, Born E, Bircher J.
Teaching of health with the Meikirch model to indigenous people improves their health-supporting behavior: A pilot study
Med J DY Patil Univ 2017;10:17-20.     pdf

Comment by Borker S.
Teaching of health with Meikirch model
Med J DY Patil Univ 2017;10:20-1.    pdf

Multimorbidität, Patienten mit mehreren Krankheiten

Bircher J. and Hahn E. G.
“Multimorbidity” as the manifestation of network disturbances. From nosology to the Meikirch model
J. Eval. Clin. Pract. 2016; 1–3     pdf

Anwendung des Meikirch-Modells in der ärztlichen Praxis

Bircher J. and Hahn E. G.
Applying a complex adaptive system’s understanding of health to primary care
F1000Research 2016, 5:1672     pdf

Nutzen des Meikirch-Modells für das Gesundheitswesen

Bircher J. and Hahn E. G.
Understanding the nature of health: New perspectives for medicine and public health. Improved wellbeing at lower costs
F1000Research 2016, 5:167 (doi: 10.12688/f1000research.7849.1)     pdf

Integration von Individualmedizin und Public Health

Bircher J. and Kuruvilla S.
Defining health by addressing individual, social, and environmental determinants: New opportunities for health care and public health
Journal of Public Health Policy (2014) 35,363-368.     pdf

Zusammenarbeit funktioniert nur mit einem gemeinsamen Ziel

Bircher J. and Wehkamp K-H.
Health Care Needs Need to Be Focused on Health
Health 2011, 3: 378-382      pdf

Erste Beschreibung des Meikirch-Modells für die Individualmedizin

Bircher J.
Towards a Dynamic Definition of Health and Disease
Medicine Health Care and Philosophy 2005, 8:335-341     pdf

Argumente für eine Gesundheitsdefinition

Bircher J.
Die Medizin des 21. Jahrhunderts braucht eine neue Identität und neue Prioritäten.
Schweizerische Ärztezeitung, 2007; 88:46     pdf

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Eine silberne Medaille, in der Mitte das Logo ESPCH und die Umrisse von Europa und Asien, rundherum die Schrift: European Society for Person Centered Healthcare
An ihrer 3. Jahresversammlung hat die European Society for Person Centered Healthcare Johannes Bircher mit der Medaille des Vizepräsidenten ausgezeichnet.

Zeugnis zur Medaille mit dem ESPCH-Logo und dem Text: Senior Vice-President's Medal, Professor Johannes Bircher

Zeugnis zur Medaille